Kritische und kulturelle Interpretation der Heide

Ein Beitrag von Lea Meincke und Mareike Oldörp

 

Die Heide wird seit vielen Jahrzehnten als Landschaftsform in unterschiedlicher Weise in Literatur, Kunst und Filmen aufgegriffen.

Ein Beispiel, in der die Heide als Element aufgegriffen wird, ist der Heimatfilm „Grün ist die Heide“ aus dem Jahr 1951. Er beruht auf Motiven des Heidedichters Hermann Löns aus den 1910er Jahren. Der Film suggeriert eine heile und schöne Welt der Heide und stellt einen Kontrast zum Nachkriegsalltag und der sonst harten und kräftezehrenden Arbeit in der Heide dar. Die Heide wird als Ort der Sehnsucht dargestellt, sie spiegelt den Wunsch der Bevölkerung nach Freiheit, Erholung, Glück, Liebe und Harmonie wieder.

Bild2_Mind-Map Heide Bereits zu Zeiten von Löns wurde vor allem die Schönheit aber auch Einzigartigkeit der Heide beschrieben, gleichzeitig wurde das harte, karge und zehrende Leben der Heidebauern und der nährstoffarmen Böden von Künstlern romantisiert und verherrlicht, obwohl das Leben vor Ort hart und einsam war. Die Heide war für Künstler ein Ort der Inspiration und spiegelt in den Werken kaum die Realität des Alltags wieder. Auch im gewählten Ausschnitt wird die Schönheit der Natur, sowie die Idylle der verliebten Paares in den Vordergrund gestellt, während das eigentlich harte und karge Leben in der Heide vernachlässigt und kaum thematisiert wird.

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